Mittwoch, 13. Juli 2016

[Rezension] M. T. Rauser - Die Quadratur des Circles


ISBN: 978-3-7392-1923-3
Verlag: Indie Publishing
Seiten: 252
Preis: [TB] 8,95€


Inhalt:
Der Circle ist das größte IT-Unternehmen der Welt, entstanden aus den "Big Five" der alten Unternehmen wie Google, Microsoft und Apple. Der Circle ist auf dem Weg zum Monopol - Leute wie Joshua, die ihm gegenüber anfangs noch skeptisch sind, werden schnell überzeugt. Denn der Circle ist genial - Big Data weiß alles, weiß alles besser als man selbst, noch bevor man überhaupt darüber nachdenkt. Big Data sammelt alle Daten die es gibt - nur zu Deinem besten! Der Circle macht keine Werbung, er gibt Empfehlungen ab. Und natürlich, selbstverständlich, darfst du immer noch selbst entscheiden, ob du sie annimmst. Aber warum solltest du auch nicht?


"Und wenn wir merken, dass jemand ein Buch gar nicht versteht [...], empfehlen wir ihm als Nächstes eben ein leichteres Buch. Keine falschen Entscheidungen mehr! Niemand wird mehr überfordert oder mit Dingen konfrontiert, die er nicht versteht. Oder die ihn nicht interessieren."
S. 69


Meine Meinung:
  Nachdem ich letzte Woche diesen einen schlechten Indie-Titel gelesen hatte, war ich bei diesem hier sehr skeptisch. Aber sofort war mir klar, dass das natürlich nur ein Vorurteil war - "Die Quadratur des Circles" ist eines der genialsten und besten Bücher, die ich seit sehr sehr langer Zeit gelesen habe.

  Direkt am Anfang hat man gemerkt (oder zumindest das Gefühl bekommen), dass der Autor sich in dem Gebiet auskennt. Nicht nur was das spannende und interessante Schreiben angeht (was er fantastisch macht), sondern auch die Dinge über das Silicon Valley (welches er nur über Google StreetView kennengelernt hat), das Hauptquartier des Circles und die vielen Gadgets, die der Circle erfunden hat. Es mag all das nicht geben, trotzdem hat man gemerkt, dass der Autor eine detaillierte Vorstellung von allem hatte. Die Geschichte ist sehr komplex und trotzdem scheinbar perfekt durchdacht.

  Allein schon die Idee ist großartig. Es ist eine Art Dystopie; eine Zukunftstheorie, die gar nicht mal so unwahrscheinlich ist. Vielleicht ist sie etwas überspitzt - aber wer weiß schon, was in 20 Jahren alles sein wird? Der technische Fortschritt wächst exponentiell, und das klingt bedrohlich. Das Buch hat mir klar gemacht, wie bedrängend allumfassende "Überwachung" sein kann und wie naiv und mit offenen Armen die Menschen neue Technik empfangen. Als ich aus dem Buch aufgetaucht bin kam mir meine Welt schrecklich veraltet und mühsam vor. Aber gleichzeitig war ich auch unglaublich froh, dass ich wusste, nicht aus zehn Winkeln gleichzeitig gefilmt und analysiert zu werden.

  Dabei geben wir jetzt schon zu viele Daten über uns selbst heraus, ohne dass es uns stört. Viele Floskeln des Circles ("Nur zu deinem Besten!") finden sich auch heute schon auf Facebook und Co, wie mir erst nach der Lektüre so wirklich aufgefallen ist - sicherlich war das eine Anspielung darauf.

  Fakt ist jedenfalls, dieses Buch öffnet einem die Augen. Der Mensch ist viel zu gemütlich und naiv. Dabei ist eine perfekte Welt nicht möglich und auch nicht erstrebenswert, und eine IT-Firma, die das Monopol hat, wirkt bedrohlich. Vielleicht denke ich das gerade nur, weil der Schritt von heute auf das Geschehen des Buches so groß scheint; auch wenn er es vielleicht gar nicht ist; aber wenn das alles Schritt für Schritt passiert, bekommt es niemand als bedrohlich mit, sondern man gewöhnt sich daran, und vielleicht ist es schon zu spät, bis jemand wie Joshua versucht, etwas daran zu ändern.

  Das klingt wahnsinnig paranoid. Aber ist es nicht wahr? Jeder erkennt es und warnt davor, Daten herauszugeben, dabei macht es jeder weiter und kann es eigentlich gar nicht verhindern...

  Das Ende ist übrigens auch gut. Es ist überraschend und unerwartet, wie ich zugeben muss... aber vielleicht gleichzeitig auch realistischer als es jedes andere hätte sein können.


Fazit:
Nicht nur eine unglaublich gute, unterhaltsame und gelungene Lektüre, sondern auch eines der interessantesten allumfassendsten Themen unserer heutigen Welt, welches jeden interessiert und mit welchem sich jeder mehr beschäftigen sollte. Ich empfehle dieses Buch wirklich jedem (es wäre nur zu Eurem besten!) - aber es ist natürlich nach wie vor eure Entscheidung, ob ihr meine Empfehlung annehmt oder nicht ;D




Vielen Dank an und den Indie Publishing Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Montag, 11. Juli 2016

Detektivin auf eigene Faust - Wie liest Du Krimis und Thriller? :)



Wenn du einen Krimi oder Thriller liest, machst du dir selbst Gedanken darüber, wer der Täter ist, oder lässt du dich prinzipiell vom Autor überraschen?



Die heutige Montagsfrage gefällt mir sehr gut!

  Da es für mich offensichtlich ist, dass ich immer mitrate, habe ich noch nie darüber nachgedacht, dass es auch "andere" Menschen geben könnte.

  Sich einfach vom Autor überraschen lassen? Das passiert mir eigentlich meistens bei Thrillern und Krimis, wenn ich denn mal welche lese. Aber eben nur unabsichtlich. Denn den Großteil der Zeit versuche ich, versteckte Hinweise des Autors zu entdecken und den Fall auf eigene Faust zu lösen - und manchmal, das muss ich wohl zugeben, lege ich das Buch auch ganz zur Seite und versuche, den Fall vollständig allein zu lösen.



  Unnötig zu erwähnen ist natürlich, dass es noch nie auch nur annähernd geklappt hat :'D Gute Krimiautoren verstehen sich gut darin, den Leser an der Nase herumzuführen und falsche Fährten zu legen, aber auch, den wahren Täter gut versteckt zu halten.

  Manchmal frage ich mich wirklich, wie das überhaupt möglich sein kann, dass die meisten Krimis so undurchschaubar sind. Habe ich einfach kein detektivisches Hirn, oder steckt viel viel mehr Detailarbeit hinter so einem Buch, als man denkt?
  Fakt ist jedoch... es mag "gemein" vom Autor sein, aber natürlich ist das Absicht und genau diese Undurchschaubarkeit ist es ja, welche einen Krimi spannend machen. Wo wären wir denn hier, wenn wir nur Bücher lesen würden, deren Auflösung wir schon kennen?



Genial scheinen die meisten Krimis und Thriller aber auf jeden Fall durchdacht zu sein - was auch ich als weder Krimi- noch Thriller-Fan durchaus zugeben kann.


Wie lest ihr Krimis und Thriller? Machen 
sie euch auch spontan zu Detektiven 
oder lasst ihr euch überraschen?

LG,
funne

Sonntag, 10. Juli 2016

Ungefähr tausend Wege um günstig oder umsonst an gebrauchte und neue Bücher zu kommen


  Schon lange ist mir mein fast 200-Bücher-hoher SuB ein Dorn im Auge, denn er wächst stetig - andererseits: Die meisten Bücher darauf waren umsonst oder extrem günstig, und trotzdem in gutem Zustand!

  Und weil eben nicht jeder, wie ich, den Wachstum seines SuBs bereut, sondern ihn eigentlich liebt (warum auch nicht??), habe ich hier ein paar Wege zusammengekramt, wie man günstig oder sogar umsonst an gut erhaltene, gebrauchte oder sogar nagelneue Bücher kommt, um seinem SuB regelmäßig etwas zu futtern zu geben.

  Es darf ja nicht der worst case eintreffen, dass wir eines Tages ohne ungelesenes Buch dastehen...



Im Netz


Flohmarkt-Seiten


  Der einfachste Weg, online an gebrauchte Bücher zu kommen, sind sogenannte "Flohmarkt"-Seiten wie medimops.de, booklooker.de oder rebuy.de. Von diesen drei Seiten habe ich bisher medimops.de ausprobiert und fand es großartig. Die Lieferung ist schnell und man bekommt, was man erwartet hat. Was den Verkauf angeht ist es jedoch so lala - man bekommt für viele fast neue Bücher nur wenige Cents. Und bei der Überprüfung durch die Mitarbeiter wird es immer weniger.

  Weitere Möglichkeiten sind Seiten wie eBay oder Amazon, auf welchen man auch gebrauchte Bücher kaufen kann. Diese Funktion von Amazon ist vielen nicht einmal bekannt - wird einem doch erstmal sofort der Neukauf-Preis angezeigt.
  Der Vorteil bei eBay ist, dass viele Verkäufer ihre Bücher als Auktion für 1€ Startpreis einstellen - und wenn keiner das Buch möchte bekommt man es für den geringstmöglichen Preis.

  Auch Flohmarkt-Apps sind eine dieser Möglichkeiten. Viele Nutzer verschenken oder verkaufen Bücher über Kleinanzeigen oder Flohmarkt-Apps wie Quoka, eBay Kleinanzeigen oder Shpock. Da lohnt es sich, immer mal wieder nachzuschauen ob jemand in Deiner Nähe etwas günstig oder umsonst loszuwerden hat!



Buchblogs


  Eine etwas absurder klingende, aber nichtsdestotrotz offensichtliche Möglichkeit sind Gewinnspiele - aber nicht die riesigen Gewinnspiele von großen Unternehmen, bei denen tausende von Menschen teilnehmen, sondern die kleinen Gewinnspiele bei Buchbloggern!
  Bei so etwas habe ich schon viele Male tolle (und vor allem neue) Bücher abgestaubt, und es macht immer wieder Spaß, andere Buchblogger auf diese Weise zu entdecken.

  Aber auch Buch-Communities sind unter Buchbloggern viel verbreiteter als unter Buchliebhabern ohne Blog. Dabei sind Seiten wie lovelybooks.de auch für Euch geeignet - denn die Leserunden dort verpflichten nicht, eine Rezension auf einem Blog zu veröffentlichen. Man muss lediglich in regelmäßigen Abständen seine Meinung zu einem bestimmten Textabschnitt auf die Leserunden-Seite schreiben. Da kann wirklich jeder mitmachen!
      


  

  Andere Seiten dieser Art sind vorablesen.de und wasliestdu.de. Was liest du? hat zwar weniger Leserunden-Angebot, sie verlosen aber jeden Monat ein riesiges Buchpaket. Die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen ist zwar nicht  gigantisch, aber auch nicht winzig: Ich selbst habe schon einmal ein fantastisches Paket von 19 neu erschienenen neuen Büchern bekommen.

  Die meiner Meinung nach "effektivste" Möglichkeit ist: Buchblogger werden! Es macht nicht nur Spaß, Artikel wie diesen zu schreiben, sondern bietet auch viele Vorteile. Ich möchte nicht wie eine Schnorrerin erscheinen, die sich nur Bücher schenken lässt und diesen Blog aus Pflicht aufrechterhält - auf keinen Fall.
  Aber es lässt sich nun einmal nicht leugnen, dass man von Verlagen viele Bücher bekommt oder mit Seiten wie dem Bloggerportal und Blogg dein Buch den absoluten Jackpot geknackt hat.
  Bücher sind schließlich teuer, und leider eine Sucht...

Freitag, 8. Juli 2016

Gemeinsam Lesen #5: Dieser Moment, wenn du von einem Indie-Titel geflasht wirst






1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


  Ich lese gerade den Indie-Titel "Die Quadratur des Circles" des Selfpublishers M. T. Rauser und bin auf Seite 135 - also fast genau die Hälfte.



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?


  "Abra ist weg", wiederholte Carter.



3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?


  Dass es fan-tas-tisch ist. Ich habe vor ein paar Tagen erst eine Rezension zu einem sehr schlechten Indie-Buch schreiben müssen, weshalb mir vor dem nächsten Indie-Titel ziemlich bange war. Für einen kurzen Moment hatte ich vergessen, dass "Indie" nicht gleich "schlechter" bedeutet, sondern einfach "neuer und unbekannter Autor". Dass diese die absoluten Überflieger sein können, zeigt mir der werte Herr Rauser - indem er mich mit diesem Buch geradezu flasht.

  "Die Quadratur des Circles" ist eine Zukunftstheorie, in der sich "die Big Five (und die Reste von Apple)" zu einem gemeinsamen Unternehmen, dem Circle, zusammengeschlossen haben und nach und nach immer mehr die Welt dominieren mit ihren neuen modernen Erfindungen, die auf Daten basieren. Joshua war anfangs ein Skeptiker, aber nachdem er ein Jobangebot bekommen hat und das fantastische sorgenfreie Leben im Silicon Valley, in dem alles umsonst ist und Freizeit zur Arbeit gehört, erlebt, wird er ein fast schon fanatischer Circle-Anhänger - so sehr, dass er nicht einmal die deutlichen Hinweise auf die schlechte Seite des Ganzen bemerkt, als nämlich der Circle eine Freundin von ihm mit allen Mitteln zur Abreibung zwingen will.

  Weiter bin ich noch nicht, aber ich bin grad so mega in dem Buch drin... am liebsten würde ich sofort in mein Bett stürmen und weiterlesen (was ich gleich machen werde).

  Jedenfalls, wie man schon an dieser ↑ kleinen Inhaltsangabe lesen kann, spricht das Buch eine Menge heutiger Probleme an: Die zunehmende Digitalisierung, die Gefahr durch große Unternehmen, die Daten sammeln, die immer kleiner werdende Privatsphäre und der immer unwichtiger werdende freie Wille in einer Welt, in der die Menschen den Unternehmen ihre Daten geradezu euphorisch in den Rachen werfen...

  Am liebsten würde ich jedem eins dieser Bücher in die Hand drücken, damit er es liest. Ihr könnt ja mal reinlesen, auf Amazon (einem der Big Five ;-D) gibt es eine Leseprobe.




4. Bist du jemand der bei Büchern manchmal die letzten Seiten liest, oder findest du das absolut daneben?


Nein, ich mache das niemals. Ich habe das früher ein paar Mal gemacht, aber daraus nur negative Erfahrungen gezogen und sehe darin somit keinen Sinn.

  Denn entweder werde ich für das ganze Buch gespoilert und habe dann keinen Spaß mehr am Lesen und bin sogar gelangweilt, oder das Ende hinterlässt nur ein großes Fragezeichen in meinem Kopf und es entstehen tausende potenzielle Geschichten darin, wie dieses Ende entstanden sein könnte, und am Ende stimmt die "Original"story nicht damit überein und ich bin enttäuscht oder sonstiges.

  Vielleicht geht es ja manchen von euch so, dass euch das Lesen des Endes noch gespannter auf die Geschichte macht... "absolut daneben" finde ich so etwas nicht, es kann schließlich jeder machen was er möchte. Aber für mich persönlich hatte das nie einen nachhaltigen Sinn. Ich bin auch eigentlich nie versucht, die letzten Seiten aufzuschlagen.


Wie sieht es mit euch aus? Könnt ihr nicht 
widerstehen, ab und zu in die letzten Seiten 
zu spickeln? :)


LG,
funne


1.  Schade, es ist wohl nichts aus dem EM-Sieg geworden gestern Abend.

2.  Meine Neuseeland-Reise, das ist eine Chance für mich, selbstständiger zu werden.

3.  Ganz besonders frisch sehen meine Zimmerpflanzen nicht mehr aus. Ich habe wohl einfach kein Händchen für so was

4.  Klatschmohn, das ist für mich der Inbegriff von Sommerblumen.

5.  Kurz vor dem Einschlafen schalte ich immer mein Handy in den Flugmodus, da ich das Gefühl habe dadurch ruhiger zu schlafen

6.  Mein Bruder liegt meistens auf dem Sofa .


7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine kürzere Orchester-Probe als sonst, morgen habe ich einen "Ausflug" in den Diakonie-Secondhand-Laden geplant um mir die Schallplatten dort anzuschauen und Sonntag möchte ich mit dem Orchester irgendeinem Menschen den ich nicht kenne ein Geburtstagsständchen spielen!

Mittwoch, 6. Juli 2016

[Rezension] A. B. Schuetze – Steine aus Adanwe



ISBN: 978-3-957-20154-6
Verlag: net-Verlag
Seiten: 302
Preis: [TB] 14,95€


Inhalt:
Die Innenarchitektin Corri erhält den Auftrag, ein altes Patrizierhaus auszubauen und einzurichten.
Zur gleichen Zeit ereignen sich in ihrem Leben und Umfeld eine Reihe mysteriöser Vorfälle, denen sie gemeinsam mit ihrem Freunden auf den Grund gehen will.
Dabei stoßen sie immer wieder auf die geheimnisvollen neuen Besitzer des Patrizierhauses.
Als Corri spurlos verschwindet, geraten diese in Verdacht, an der Entführung beteiligt zu sein.
Wird es ihnen gemeinsam gelingen, durch gegenseitiges Vertrauen und der Nutzung alten und neuen Wissens die Ränke, Intrigen und Macht schwarzer Magie zu überwinden?


"Noch immer nicht ganz bei sich, schaute sie wieder von einem zum anderen und ließ dann ihren Blick durch das Zimmer schweifen. Auf dem kleinen Couchtisch blieb ihr Blick hängen ... Sie erinnerte sich. Geranienduft ... Salbei-Aroma ... unzählige Hände auf ihrem Körper ...
Corri begann unkontrolliert zu zittern.
Ihre Freunde folgten ihrem Blick und ...
Da lag sie.
Eine venezianische Maske ... und eine Notiz auf feinstem Papier: "Danke für die reizenden Stunden!""
S. 54


Meine Meinung:
  Das ist jetzt echt schwierig.

  Einerseits fand ich die Leseprobe super, was mich auch dazu bewegt hat, dieses Rezensionsexemplar anzunehmen.

  Andererseits hat mir der Rest nicht unbedingt gefallen, wie ich leider zugeben muss. Mir sind vermehrt seltsame Sichtweisen-Wechsel aufgefallen, wie man sie bei (nicht so) genauem Hinsehen auch schon im Klappentext bemerkt. Die Charaktere waren an sich interessant, wurden aber optisch kaum beschrieben, sodass sie alle gleich wirkten. Es war oft sehr schwer, bei den sieben Männernamen den Überblick zu behalten, wenn diese in meinem Kopf fast gleich aussahen.
Auch die Schreibweise wurde vermehrt... nachlässig? Ich hatte das Gefühl, immer wieder auf sinnloser- und verwirrenderweise unterbrochene Sätze mit ganz vielen "Punkt-Punkt-Punkt" zu stoßen, ganz abgesehen von meiner Meinung nach eher unlogischen Dialogen und Verhalten der Charaktere.

  Ganz allgemein finde ich die Idee des Buches mit den Salwidizern, die eine Auserwählte beschützen müssen, während ein anderer sie später heiratet, nicht schlecht. Die andere Welt "Adanwe", in der unter anderem die Zeit anders läuft, fand ich auch klasse, allerdings wurde sie mir zu wenig beschrieben (in diesem Buch war wenig bildlich und gut vorstellbar geschrieben). Die Idee hat wirklich Potenzial.

  Allerdings muss ich, wenn ich ehrlich sein möchte, zugeben, dass es nicht spannend war, dass mir die Charaktere zu flach waren und die Schreibweise zu ungelenk und un-bildlich.
  Außerdem – wurde das Finale ausgeschnitten? Wie die Freunde Corrie gefunden hatten war nicht sehr spannend. Als Rudolfo und Georg bemerkt haben, dass der Vulkan gerade ausbricht – das war spannend. Allerdings haben wie das Entkommen vor dem Vulkan nicht mitbekommen, sondern nur, dass es gut ausgegangen ist. Das fand ich sehr schade, gerade wo es wirkte als könnte es spannend werden.


Fazit:
  Ich fühle mich etwas schlecht, das Buch so heruntermachen zu müssen. Aber ich muss einfach zugeben, dass ich nicht besonders gut unterhalten wurde. Allerdings soll dazugesagt sein, dass die Autorin und ihre Idee großes Potenzial haben – Die Art, wie die Idee umgesetzt wurde, wirkte eben noch nicht reif genug, sondern noch wie ein unlektorierter erster Entwurf.




Vielen Dank an Frau "Schuetze" für dieses Rezensionsexemplar!

Neuentdeckung: Amazon Prime Day!


Amazon ist schon seit Jahren mein erster Anlaufpunkt, wenn es darum geht, etwas bestellen zu wollen - und ich glaube, es geht ziemlich vielen so.

Ich habe auch einmal die Prime-Mitgliedschaft gehabt (und es war ziemlich praktisch), aber das ist mir dann zu teuer geworden. Allerdings kann man Amazon Prime 30 Tage kostenlos testen! ↓ Ich hab das leider schon ausprobiert und müsste jetzt zahlen, wenn ich so noch einmal haben möchte...





Aber gerade für folgendes Event ist die Prime-Mitgliedschaft richtig geil: Dem zweiten Amazon Prime Day! Schon seit gestern gibt es jeden Tag tausende Deals aus allen Bereichen, und das wird sich bis zum eigentlichen Prime-Day, dem 12.07. auch nicht mehr ändern.




Ich finde es schade, dass ich meine gratis-Prime-Mitgliedschaft schon verpulvert habe, aber ich will euch die Möglichkeit nicht nehmen: Alles was ihr beachten müsst, ist rechtzeitig zu kündigen. Sonst ziehen sie euch das Geld für den nächsten Monat sofort ab. Zumindest ist mir das passiert, und ich fand das etwas hinterhältig.

Jedenfalls bin ich auf das Thema gekommen, weil ich die coolen Bücher-Deals bis jetzt gesehen habe. Offenbar haben sie es im Moment sehr damit, vor allem eBooks zu verschenken:


http://amzn.to/29ijrOr

http://amzn.to/29ik7Dj

http://amzn.to/29l6Jn0

http://amzn.to/29ijPMO

http://amzn.to/29mYHs5

          

Ich finde die Angebote zwar nice, finde es aber schade, dass sie nur für Prime-Mitglieder sind. Wie seht ihr das? Findet ihr, das ist okay und die Mitgliedschaft ist gar nicht so teuer, dass man sich darüber aufregen müsste?
Ich freue mich über Meinungen.

LG, 
funne

Montag, 4. Juli 2016

Dieser Stapel niedlicher, aber ungelesener Leseproben im Bücherregal ☺



Liest du auch Leseproben, um zu entscheiden, ob du ein Buch liest, oder entscheiden nur Titel und Klappentext?


Ja, einerseits lese ich sehr gerne Leseproben. 

  Oft sind diese online, da ich danach direkt ein Rezensionsexemplar anfragen kann (ich bestelle nach Leseproben sehr selten selbst Bücher), aber viel lieber mag ich die Gedruckten. Ich finde, diese kleinen Heftchen machen sich super im Bücherregal und sind auch irgendwie niedlich, vor allem wenn man das passende Buch dazu hat.

  Vor allem aber kann man, wenn man das Buch bekommen und gelesen hat und es gut fand, Freunden die Leseprobe zum lesen geben. Bei meinen Freundinnen bin ich was deren Lesegeschmack angeht nie sicher - Leseproben sind deswegen der perfekte Weg für andere, in ein Buch hineinzuschnuppern bevor man es sich ausleiht. Genau wie man zuvor selbst die Probe gelesen hat bevor man sich das Buch geholt hat.




Andererseits...

  ...haben Leseproben auch den Nachteil, dass man nach dem Lesen das Gefühl der Unvollständigkeit hat... als hätte man ein halbes Buch gelesen, was ja fast stimmt. Danach muss man dann warten, bis das ganze Buch da ist und hat bis dahin vielleicht sogar die Lust auf das Buch verloren. 
  Ganz abgesehen davon, dass die Leseproben logischerweise spannend sind wenn man sie gut findet, und dann ist man neugierig und kann nicht einmal sofort das ganze Buch haben...

  Deswegen, so niedlich ich Leseproben auch finde und so gerne ich sie immer mal wieder aus der Buchhandlung mitbringe und auf den Stapel in meinem Regal lege... meistens lese ich sie doch nicht durch, sondern lasse mich von Klappentext und Cover beeinflussen ob ich das Buch will oder nicht. Man kann ja nicht immer nur gute Bücher lesen, sondern muss auch mal etwas riskieren, oder nicht?


Wie sieht es mit euch aus? Werden eure Leseproben gelesen... oder landen sie (wie die meisten von meinen) ungelesen im Regal oder gar im Müll?


LG,
funne

Sonntag, 3. Juli 2016

Drogen, Extremsport & Co - Wieviel Risiko ist lebenswert?


Im dieswöchigen Webmaster Friday geht es um Risiko - ein Thema, das sich auf so ziemlich jeden Bereich des menschlichen Lebens beziehen lässt.




  Denn schließlich ist unser Leben selbst ein Risiko, bevor wir überhaupt auf der Welt sind. Wir hätten behindert geboren werden können, wir hätten tot geboren werden können. Jeder Tag birgt eine Milliarde Risiken. Wir könnten überfahren werden, von einem Irren erschossen werden, wir könnten einen falschen Schritt tun und unser Leben wäre vorbei - oder endet im Rollstuhl und im Krankenhaus.

  Das Leben ist grausam und gefährlich, für mich keine Frage. Aber all die oben genannten Möglichkeiten, zu Tode zu kommen, sind Unfälle. Dumme Zufälle. Es ist menschlich, sich zu verletzen. Der Mensch braucht manchmal sogar Verletzungen, um an Erfahrung zu sammeln. In der Wattebauschwelt der heutigen Kinder ist das sogar manchmal nicht einmal möglich.

~

  Was aber viel interessanter ist, sind die Risiken, die man freiwillig, um eines Kicks Willen, eingeht. Dazu fallen mir vor allem zwei Bereiche ein: Drogen und Extremsportarten.


Was Drogen angeht, ist meine Meinung etwas zwiegespalten. Einerseits finde ich es unglaublich dumm, das Risiko einzugehen, von etwas abhängig zu werden, nur um ein paar Mal etwas Abgedrehtes zu erleben.

  Andererseits finde ich, jeder sollte auf legale Weise die Möglichkeit haben, auszuprobieren was er möchte. Dass man süchtig werden kann, es krank machen oder auch zum Tode führen kann, ein Leben lang Geld kostet, soziale Bindungen auf Spiel setzt usw. usw. sind allseits bekannt - und dieses Risiko muss eben jeder für sich selbst einschätzen können. Aber es auszuprobieren sollte meiner Meinung nach auf keinen Fall verboten sein - die Tatsache, dass es illegal ist, steigert den Konsum und die Anzahl der wirklich Abhängigen nur.

Samstag, 2. Juli 2016

Freitag, 1. Juli 2016

Zahlen über Zahlen - Mein Monatsrückblick Juni 📚


Es ist wieder soweit! Der Monat ist rum und deswegen darf ich mich wieder zurückerinnern an die letzten 30 Tage und mir einen Überblick verschaffen, was denn so alles passiert ist hier auf meinem Blog :)

  Da ich, vielleicht das erste Mal seit Gründung des Blogs, regelmäßig gebloggt habe, ist da auch einiges zusammengekommen! Ihr findet wie immer alle Posts auf dem jeweiligen Wort verlinkt:


Diesen Monat habe ich 23 Beiträge gepostet. 
Davon waren 3 Rezensionen, 
je 4 gemeinsam lesen, 
Montagsfragen, 
Freitags-Füller,
Webmaster Fridays 
und 4 andere Posts.



↓ Ich habe 4 Bücher gelesen und hatte 5 Neuzugänge ↓

     



Insgesamt habe ich jetzt 271 Rezensionen  
und 119 Bücher auf meinem SuB. 
Und 18 dieses Jahr gelesene Bücher.



Die 4 diesen Monat gelesenen Bücher sind:


Kinderseelenallein

Ann Helena Neudek

"Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat mir Einblick in ein Thema gegeben, mit dem ich mich noch nicht beschäftigt habe, war sehr emotional und persönlich (was ich nicht schlecht fand; ich freue mich, dass jemand seine Erfahrungen auf diese Weise teilt) und war zudem auch noch stilistisch eine Meisterleistung. Viele der Gedichte habe ich mehrmals gelesen..."
 Zur vollständigen Rezension




Die Herren der grünen Insel

Kiera Brennan


"Ein Buch mit Stärken und Schwächen. Die Charaktere waren toll und die nicht-politischen Erzählungen haben mir sehr gut gefallen. Auch der Vorleser war klasse. Allerdings fand ich die politischen Teile und wer sich mit wem gegen wen und warum verbündet und was das für eine größere Auswirkung hat, sehr schwer mitzuverfolgen. Vielleicht ginge das in Printversion besser, damit man alles nochmal nachlesen kann. Vielleicht ist es aber auch nur was für geschichts- und politik-Interessierte."

Zur vollständigen Rezension


Steine aus Adanwe

A. B. Schuetze


"Ich fühle mich etwas schlecht, das Buch so heruntermachen zu müssen. Aber ich muss einfach zugeben, dass ich nicht besonders gut unterhalten wurde. Allerdings soll dazugesagt sein, dass die Autorin und ihre Idee großes Potenzial haben – Die Art, wie die Idee umgesetzt wurde, wirkte eben noch nicht reif genug, sondern noch wie ein unlektorierter erster Entwurf."
Zur vollständigen Rezension





und das Buch des Monats:


Auf der Couch

Gabriel Rolón



"Sehr interessante, unterhaltsame neue Einblicke in die Arbeit eines "modernen" Psychoanalytikers. Es regt viel zum Nachdenken über das eigene Leben an und ist sehr informativ. Ohne dass man sich den Kopf über etwas zerbrechen muss versteht man alles, sei es philosophischer oder psychoanalytischer Natur, und lernt einiges dazu. Die Fälle waren relativ kurz gehalten, aber gleichzeitig nicht zu kurz, sondern hatten genau die richtige Länge, um jeden Tag einen Fall zu lesen. Ich wurde wunderbar von diesem Buch unterhalten und empfehle es allen, die ein wenig an Psychoanalyse und Psychotherapie interessiert sind, ohne zu tief in die Materie eintauchen zu wollen."




Das war es auch wieder für diesen Monat!
  Morgen erscheint noch mein Instagram-Juni hier, dann ist der Monat erstmal abgehakt und der Sommer-Juli kann kommen :)

Ich wünsche einen wunderschönen Freitag!

LG, 
funne